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Hanstholm Wildtreservat

Zwischen dem Hanstholm Knoten und Klitmøller`s markantem Küstenvorsprung liegt eine Heide- Dünenlandschaft von fast 4.000 ha, die vom Meer, Wind und dem Sand geschaffen wurde. Der Untergrund besteht aus Kreide, der einmal Meeresboden war. Damals, vor ca. 6000 Jahren teilte das Steinzeitmeer Thy und Hanherred und deckte Nordjütland. Da sich die Landschaft später erhob, entstanden enorme Sandmengen, die die Nordsee an den Strand warf. Danach wurden diese mit dem Wind über die Landschaft verteilt, wo sich mit der Zeit ein kilometerlanger Gürtel gebildet hat.

Hanstholm Wildtreservat

Zusammen mit der Tved Klitplantage ist das Hanstholm Wildschutzgebiet ein Teil von Dänemarks größtem unter Naturschutz stehenden Gebiet von insgesamt 6.500 ha.
Das Wildschutzgebiet wurde vom staatlichen Forstbezirk Thy in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg mit Mitteln des dänischen Jagdfonds aufgekauft. Der größte Teil des Schutzgebietes befindet sich auf ehemaligem Meeresboden und besteht aus Dünen und Heide. Zwischen den Dünen liegen Sümpfe, zahlreiche Teiche mit niedrigem Wasserstand und mehrere Seen, die die sonst öde und eintönige Dünenheide beleben.
Typisch für eine Dünenheide findet man hier Pflanzen wie das Gemeine Heidekraut, Schwarze Krähenbeere und Strandhafer auf trockenem Boden, während die Gemeine Glockenheide, der Gagelstrauch und die Weide in feuchteren Gebieten wachsen. Kleine Kiefern-pflanzungen befinden sich auf ehemaligen Wanderdünen und binden den Sand. Um zu verhindern, daß die Dünenheide mit Kiefernwald zuwächst, müssen durch den Wind ausgesäte Bergkiefern regelmäßig entfernt werden. Diese Landschaft beheimatet ganz besondere Vogelarten. Der seltene kleine Watvogel, der Bruchwasserläufer, brütet gerne in den feuchten Gebieten. Die Hälfte des Bestandes in Dänemark brütet in diesem Schutzgebiet. Außerdem brüten hier seltene Arten wie der Kranich und der Goldregenpfeifer. Wenn man Glück hat, gelingt es, über dem Schutzgebiet schwebende Seeadler oder Fischadler zu beobachten.
Damit die Vögel während der Brutzeit die nötige Ruhe haben, darf das Gebiet zwischen dem 1. April und dem 15. Juli nicht betreten werden. Der zentrale Teil des Schutzgebietes mit den vielen Feuchtgebieten ist das ganze Jahr über geschlossen.
Der Nors Sø ist Teil des Schutzgebietes von Hanstholm. In der Steinzeit war der See eine Meeresbucht, die durch Landanhebungen und Sandtreiben später vom Meer abgetrennt wurde. An seiner tiefsten Stelle ist der See 20 m tief. Er hat unterirdische Zuläufe und ist einer der saubersten Seen des Landes mit mehreren seltenen Wasserpflanzen. Im See leben unter anderem Hechte, Barsche, Plötzen, Aale und die Lachsart Große Schwebrenke (Felchen).
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