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Dünenwald am Vandet Sø

Die Dünenpflanzungen Nystrup, Vandet und Vilsbøl erstrecken sich über 2.270 ha bzw. 460 ha und 1.250 ha. Sie wurden um das Jahr 1890 angepflanzt, und zwar auf sehr unterschiedlichen Bodenarten - teils auf satter Moräne, teils auf Erhebungen des Meeresbodens. Die charakteristischen steilen Kalkabhänge des Gebietes sind die frühere Steilküste.

Die Dünenpflanzungen beim See Vandet Sø


Die Dünenpflanzungen wurden in den Jahren nach 1883 bis um das Jahr 1900 angelegt. Durch weiteren Ankauf von Boden wurden sie von 1930-1950 noch vergrößert. Die Pflanzungen von Nystrup und Vilsbøl haben beide einen westlichen Teil, der sich auf angehobenem Steinzeitmeeresboden befindet. Hier wächst in der Regel nur wenig. Ansonsten gilt für alle Pflanzungen, dass sich unter dem Flugsand Ablagerungen aus der Eiszeit aus fettem, kalkhaltigem Moränenlehm befinden. Das bedeutet, dass die Wachstumsbedingungen sehr gut sind an Orten, an denen die Sandschicht nicht so dick ist, dass die Wurzeln der Bäume sie nicht durchdringen können.
In der Pflanzung von Nystrup gibt es große Gebiete mit Binnendünen, in denen immer noch die ursprünglich gepflanzten Bergkiefern wachsen. Meistens wurde die Bergkiefer durch produktivere Baumarten wie Sitkafichte, Weißtanne, Waldkiefer und Silbertanne ersetzt. In allen Pflanzungen findet man außerdem große Gebiete mit Buchen, Eichen und anderen Laubbäumen.

Das Meer, der Wind und der Sand
Vor 4000 Jahren – als das Steinzeitmeer am größten war – war der nördliche Teil der Region Thy ein Inselmeer. Die spätere Landhebung brachte neues Land hervor – die großen Ebenen im Westen, wie der gehobene Meeresboden genannt wird. Die alten Meeresabhänge stehen jetzt markant in der Landschaft – oft 3-4 km im Land.
Die sehr großen Sandmengen, die bei der Landanhebung bloßgelegt wurden, wehten zu Dünen zusammen, und wurden vom Wind weit in das Land hineingeweht. Besonders ab dem 15. Jahrhundert und in der Zeit danach wird vom Flugsand berichtet, der sich wie eine Decke über das fruchtbare Land legte. Gerade die Pflanzungen um den See Vandet Sø sind Beispiele dafür, dass der Sand bis zu 14 km von der Küste entfernt in das Land gebracht wurde. Erst um 1800 fand man heraus, wie man eine Fortsetzung der Zerstörungen durch das Sandtreiben aufhalten konnte. Hauptsächlich lernte man, Strandhafer zu säen und zu pflanzen. Seine langen Wurzeln binden den Sand, während die Pflanze selbst den wehenden Sand auf- und einfängt. Der nächste Schritt war dann, Wald in den eingedämmten Flächen anzupflanzen. Die ersten Versuche wurden um 1820 unternommen, aber erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts fand man Baumarten, die den rauen Verhältnissen standhalten konnten.

Spuren der Vorzeit

Thy ist der Ort in Dänemark, an dem es die meisten Grabhügel aus der Bronzezeit gibt. Nördlich von Vester Vandet liegt die Hügelgruppe Edshøje, von der aus man eine herrliche Aussicht über den See Vandet Sø und die Nordsee hat. Aber auch in den Pflanzungen gibt es viele bewahrte Grabhügel – alleine in den Pflanzungen von Vandet und Nystrup gibt es über 60. Auf den Routen Nr. 3 und Nr. 10 kommt man an vielen Grabhügeln vorbei.
In den Pflanzungen gibt es ebenfalls viele Hohlwege, die früher vielbenutzt waren. In der Vilsbøl Plantage bei Årbjerg findet man 3 parallele Wege nach Klitmøller. Zwischen der breiten Asphaltstraße und der ehemaligen Landstraße, die dicht am Naturspielplatz vorbeiführt, liegt der alte Hohlweg, dessen Ursprung sich im Nebel der Vorzeit verliert.

Die Seen Vandet Sø und Nors Sø

Die großen Seen gehören zu den saubersten in Dänemark. Es handelt sich bei beiden um Karstseen, d.h. nahrungsarmen Seen auf Kalkboden. Die Seen sind um die 20 m tief und waren früher Meeresbuchten, die durch die Landhebung, die in der Steinzeit begann, vom Meer abgeschnürt wurden. Daher gibt es an der Westseite der Seen gute Badestrände mit Sandboden, der so weit reicht, wie der Wind den Sand tragen konnte.
Im östlichen Ende des Sees Vandet Sø gibt es einen Parkplatz speziell für
Surfer. Im See leben Hechte, Barsche, Aale und Felchen. Eine Angelkarte für beide Seen kann man im Forstamt oder in den Touristenbüros kaufen.

Die Dünenheide Vangså Klithede

Diese Heide steht unter Naturschutz und wurde zum EU-Habitat und Vogelschutzgebiet ernannt. Zweck der Schutzmaßnahmen sind die Bewahrung und Verbesserung der naturgeschichtlichen und landschaftlichen Werte der Heide, die durch Rodung von Baumbewuchs, punktweises Abbrennen, Abholzen und Weiden gepflegt wird.
Zu den hier lebenden Vogelarten gehören u.a. der brütende Kranich, Bruchwasserläufer, Brachvogel und Goldregenpfeifer, und außerdem ist die Heide im Herbst Rastplatz für große Schwärme von Gänsen auf ihrem Zug.

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