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Der Name Tved kommt aus dem Altdänischen und bedeutet: »Rodung« oder »etwas Abgeschnittenes«. Dadurch wird angedeutet, daß die Gegend in der Vorzeit und im Mittelalter sehr waldreich war.
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Die Küstenschutzpflanzung
1902 begann man mit der Bepflanzung eines Dünengebietes. Es wurden hauptsächlich Bergkiefern gepflanzt, da man eine widerstandskräftige Baumart benötigte. Heute ist ein großer Teil durch andere Nadel- und Laubbäume ausgetauscht worden. Der Wald gedeiht gut an Orten, an denen sich nur eine dünne Sandschicht über dem fruchtbaren Boden befindet und er vor dem Westwind geschützt ist. Der Forstbezirk arbeitet weiterhin an der Schaffung eines widerstandsfähigen Waldes mit mehreren Laubbaumarten, besonders mit Eiche und Buche. Nach 100 Jahren der Bepflanzung deckt die Pflanzung heute ein Gebiet von ca. 1.500 ha. Die Schaffung des neuen Waldes hat dazu geführt, daß man viele verschiedene Tiere und Pflanzen in dieser Gegend finden kann. Schnell kamen Rehe in die Pflanzung, und heute ist die Pflanzung auch Heimat von Edelhirschen. Vielerorts haben diese imposanten Tiere ihre Spuren hinterlassen. Aus den nordischen Nadelwäldern wurden die neuen Pflanzenarten Wintergrün und Linnæa von den Zugvögeln hierher gebracht.
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Wanderrouten
Auf der Karte sind drei Parkplätze eingezeichnet, die Ausgangspunkt für gekennzeichnete Wanderrouten sind. Im Wald zeigen gelbe Pfeile die Richtung der Routen an und blaue Pfeile kennzeichnen Abkürzungen oder Abstecher zu Aussichtspunkten.
Die Route von der Kirche in Tved (6 km)
Die Kirche von Tved ist eine alte romanische Kirche. Niemand weiß genau, wie alt die Kirche ist, aber 1980 wurden während Reparaturarbeiten Fresken aus den Jahren 1100-1500 gefunden. Das größte Freskogemälde stellt den Garten Eden in Tved dar. Adam und Eva stehen mitten in einer Dünenlandschaft, und Adam hat gerade einen Apfel von dem einzigen sich im Umkreis befindlichen Baum gepflückt. Wenn Sie Kinder dabei haben, können Sie einen Abstecher zu einem Waldspielplatz 250 m südlich der Kirche machen. Oder Sie gehen einfach weiter zum ältesten Buchenwäldchen der Pflanzung aus dem Jahre 1908 und weiter über den Rosbjerg (49 m über dem Meeresspiegel). Danach können Sie die kurze Route (blaue Pfeile) entlang einem kleinen Pfad nach Langsande einschlagen. Langsande ist die größte Parabeldüne der Pflanzung, eine U-förmige Düne mit Öffnung in Windrichtung. Von der höchsten Stel- le der Düne sehen Sie deutlich die Öffnung in westliche Richtung. In Perioden mit viel Regen wird die Ebene zu einen Niedrigwassersee. Die gelbe Route verläuft in westliche Richtung in das Vilsødal. In der Steinzeit war das Tal eine Meeresbucht und an der alten Steilküste wurden Feuersteinsplitter und Werkzeuge aus der Steinzeit gefunden. Der See im Vilsdal ist künstlich - sein Wasserstand hängt von der Niederschlagsmenge ab. Es kann passieren, daß der See zeitweise ganz austrocknet. Auf dem Rückweg können Sie den blauen Pfeilen zur höchsten Stelle einer Düne 200 m abseits der Route folgen. Von dort hat man eine gute Aussicht über den nördlichen Teil der Pflanzung und vielleicht haben Sie Glück und können Edelhirsche auf der Ebene unterhalb der Düne beobachten. Die Route vom Nors Sø (3 km) Der Pfad schlängelt sich steil den alten Küstenabhang westlich des vom Wind geprägten Waldrandes empor. Die Route führt zum Isbjerg, dem höchsten Punkt im Wildschutzgebiet von Hanstholm mit 55 m über dem Meeresspiegel. Von dort hat man eine hervorragende Aussicht über das Schutzgebiet, das von der Nordsee umrahmt wird, der Hügellandschaft Hanstholmen im Norden, der Tved Klitplantage im Osten und dem Nors Sø und der Vilsbøl Plantage im Süden. Die kurze blaue Route führt zurück durch die Pflanzung über einen Aussichtspunkt, von dem aus man über den östlichen Teil des Nors Sø blicken kann. Die längere gelbe Route führt einen alten Hohlweg entlang, der der einzige Weg zum letzten Haus des Schutzgebietes war, das 1939 abgerissen wurde. Der weitere Verlauf durch die Pflanzung führt um den idyllisch gelegenen Bagsø herum und zurück zum Ausgangspunkt.
Die Route von Sårup (4 km) Kurz nach Beginn der Route kommen Sie zu Peter Odgaards Plads, einem primitiven Übernachtungsplatz für Fahrradfahrer und Wanderer. Gehen Sie zum Hang und genießen Sie die schöne Aussicht über den Savbjerg und den nördlichen Teil des Wildschutzgebietes. Nach 1 km führt die Route an der alten Steilküste entlang hin zu einem Vogelbeobachtungsturm. Von hier hat man einen guten Ausblick über das Schutzgebiet. In Richtung Westen sehen Sie die Seen Blegsø und Sokland, die während der Zeit des Vogelzuges von vielen rastenden Vögeln besucht werden. In jedem Herbst kommen große Schwärme von Kurzschnabelgänsen von ihren Brutplätzen auf Svalbard. Im April kann man das Glück haben und tanzende und trompetende Kraniche in den Teichen unterhalb des Turmes beobachten. Nehmen Sie sich ein gutes Fernglas mit und Ihr Ausflug wird noch schöner. Auf dem Rückweg entlang dem Kræn Rasmussens Vej kommen Sie an einigen kleineren eingezäunten Flächen mit Wasserbohrungen vorbei. Hier gewinnt die Gemeinde Hanstholm Trinkwasser.
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