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Das Zentrum dieses Gebiets ist eine der ältesten Küstenschutz- pflanzungen Jütlands mit Bäumen, die bis zu 200 Jahre alt sind. Die Pflanzung grenzt im Westen an die Dünen der Nordsee und im Norden und Süden an die Heidegebiete Vangså Klithede und Ålvand Klithede.
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Die Pflanzung von Tvorup ist die älteste Küstenschutzpflanzung in Thy. Der größte Teil der Fläche wurde in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts bepflanzt, aber man kann auch Bäume finden, die fast 200 Jahre alt sind. Nachbar der Pflanzung im Westen ist das Meer, im Osten liegen landwirtschaftlich genutzte Flächen, u.a. der ausgetrocknete See Sjørring Sø, und im Norden und Süden befinden sich große unter Naturschutz stehende Heidegebiete, die Dünenheiden Vangså Klithede und Ålvand Klithede.
Das Seezeichen von Tvorup In den Jahren 1884-85 wurde zur Verbesserung der Sicherheit zur See entlang der Westküste Jütlands ein System von Seezeichen mit sogenannten Baken eingerichtet. Alle Baken sahen verschieden aus, so dass die Seeleute ihre eigene Position bestimmen konnten. Das Seezeichen bei Bøgstedrende hat die Form einer Sanduhr. Die noch existierenden 11 Seezeichen sind jetzt instandgesetzt worden und stehen unter Denkmalschutz. In Thy gibt es noch 2 weitere Zeichen bei Stenbjerg und Vigsø.
Thagårds Plantage Im nördlichen Teil der Pflanzung – direkt westlich des Weges Kystvejen – liegt die Thagårds Plantage. Diese Pflanzung ist einer der ersten Versuche, das Sandtreiben durch das Pflanzen von Bäumen einzudämmen. Genau wie in den Heidegebieten in Mitteljütland säte man Rottannen und Birken. Die Rottanne kann jedoch die salzige Luft nicht vertragen und die Birke braucht Schutz gegen den Westwind. Daher gab man nach wenigen Jahren das Säen von Bäumen in Thagård auf. Erst als die benachbarten Pflanzungen wuchsen und somit Schutz gaben, konnten auch die Bäume, die in Thagårds Plantage überlebt hatten, weiterwachsen. Heute ist diese Pflanzung ein urwaldartiges Gehölz mit verkrüppelten Birken und Rottannen, die oft genau so breit wie hoch sind.
Die Kirchenruine von Tvorup Die Kirche von Tvorup wurde bis zum Jahre 1794 benutzt. In diesem Jahr wurde die Kirche als Folge des zerstörerischen Sandtreibens geschlossen. An nur wenigen Orten hat das Sandtreiben zu solchen Verwüstungen geführt wie in der Gemeinde Tvorup. Die ältesten Berichte hierüber stammen aus dem Jahre 1596 und in den folgenden 200 Jahren wird über viele Höfe berichtet, die verlegt wurden, weil sie und ihre Felder vom Sandtreiben verwüstet wurden. Nach und nach lebten immer weniger Menschen in der Gemeinde und die Kirchensteuern, die sie zahlten, reichten nicht aus, um die Kirche erhalten zu können. Daher wurde die Kirche geschlossen und ein Teil der Materialien wurde für die Reparatur der benachbarten Kirche in Vang benutzt. Heute ist die Ruine der Kirche in Tvorup ein idyllischer und friedlicher Ort. Überreste der Kirchenmauern markieren die Umrisse der Kirche und im Gras südlich der Kirche sind immer noch einzelne Grabstätten zu erkennen.
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Das Gebiet Gryden
In den Jahren 1853 - 1861 legte der Kammerherr H.C. Riegel 3 Versuchspflanzungen in den Dünen an. Die Pflanzung im Gebiet Gryden (Topf) in Tvorup ist eine dieser Versuchspflanzungen. Es wurden Bergkiefern, Waldkiefern, Schwarzkiefern, Sitkafichten, Tannen, Buchen, Eichen und Zitterespen verwendet. Die Versuche zeigten, dass besonders die Bergkiefer auf dem mageren Boden der Dünen mit dem Flugsand wachsen konnte. Daher begann man in den 1870’ern damit, einen „Bergkiefernteppich" über die Landschaft „auszurollen". Als die Bergkiefer erst einmal Fuß gefasst hatte und eine Art Schutzschild gegen Wind und Frost geschaffen worden war, konnte man andere Baumarten anpflanzen. An einigen Stellen gibt es über 6 Meter Flugsand, aber da jetzt genug Schutz vorhanden ist, gedeihen alle Baumarten gut. Heute werden viele Laubbäume gepflanzt und Ziel ist es, den Anteil von Laubbäumen in den Pflanzungen, insbesondere der Eiche, zu erhöhen.
Der Bach Bøgsted Rende
Der Name "Bøgsted Rende" hat keinen Bezug zum dänischen Wort „bøg" (Buche), sondern bedeutet übersetzt „Baustelle an der Rinne". Früher haben hier also Menschen gewohnt und laut alten Überlieferungen gab es hier einmal eine Wassermühle. Am Bach Bøgsted Rende wurden bis hin zu den Meeresdünen Bäume gepflanzt und die Pflanzung wird daher sehr vom Wind geformt. Die Rinne an sich ist jedoch ein sehr fruchtbares Gebiet, da der Bach von hohen Dünen umgeben ist, die Windschutz geben, und an einigen Stellen kann man den Lehm unter dem Flugsand sehen.
Der See Tvorup Hul
Tvorup Hul ist ein Dünensee mit einer Größe von ca. 4 ha in einer topfförmigen Niederung im Gelände. Der Boden des Sees besteht aus Sand. Das Wasser ist klar und nährstoffarm und bis zu 6 m tief. Der See steht aufgrund der hier vorhandenen Pflanzen unter Naturschutz. Hier findet man neben der Lobelie, dem Strandling, dem gelbgrünen und schwarzgrauen Brachsenkraut und dem Tausendblatt auch die sehr seltene Wasserpfriemenkresse. Während der letzten Jahre hat das Forstamt die Zuleitung von Wasser aus den Gräben des Waldes unterbunden und die Nadelbäume um den See entfernt. Das hat dazu geführt, dass die Wasserqualität besser geworden ist.
Die großen Heidegebiete
Im Norden grenzt die Tvorup Klitplantage an die Heidegebiete Vangså und Ålvand Klithede. Diese Dünenheiden sind in europäischem Zusammenhang gesehen eine seltene Landschaftsart. Ihr Pflanzen- und Tierleben ist ganz speziell und den besonderen Verhältnissen in Dünen, Heiden, Heidemooren, Heideseen und Dünenseen angepasst. Die für diese Gebiete typischen Pflanzen sind das gemeine Heidekraut, die Schwarze Krähenbeere, die Rauschbeere, die Gemeine Glockenheide, der Gagelstrauch und die Moosbeere. Gepflegt werden die Heiden durch Schneiden und Abbrennen und das Entfernen unerwünschter Baumvegetation.
Rodungen
An vielen Orten im westlichen Teil der Pflanzung wurden in den letzten Jahren Rodungen in Gebieten mit Bergkiefern vorgenommen. Ziel ist die Wiederherstellung von Teilen der ursprünglichen Dünenheide. Gleichzeitig werden die geraden Linien der Pflanzung unterbrochen, es entstehen neue Waldrandgebiete und die Landschaft wird abwechslungsreicher.
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Erholungsgebiet
An warmen Sommertagen geht man zum Baden an den Bach Bøgsted Rende, aber das Gebiet ist auch während der anderen Jahreszeiten einen Besuch wert. Das Wetter bestimmt wohl meistens, ob man an der Uferlinie auf die Jagd nach Bernstein geht, in der Pflanzung Pilze sucht oder ob man einfach im Windschutz einen Spaziergang am Bach entlang macht, während das Meer tost und der Wind in den Baumwipfeln rauscht. Aus Rücksicht auf die brütenden Vögel – u.a. die Goldregenpfeifer und die Kraniche – darf die Ålvand Klithede in der Zeit vom 1. April – 15. Juli nicht betreten werden. Die Zutrittsbeschränkung ist durch Schilder im Gebiet gekennzeichnet. Lager- und Lagerfeuerplatz. Am Weg Boligvej, 300 m nördlich des Hofs Tvorupgård, wurde ein kombinierter Lagerfeuer/Grill- und Lagerplatz eingerichtet. Hier kann man es sich bei einem Lagerfeuer gemütlich machen – Brennholz liegt in einem Verschlag - und den Grill benutzen. Man darf auch gerne für eine oder zwei Nächte ein Zelt aufschlagen. Beim Platz gibt es Wasser und ein „Plumpsklo". Noch einen primitiven Lagerplatz gibt es im südwestlichen Teil der Pflanzung, nur 1 km von Meer entfernt. Verhältnisse für Behinderte. Die Route, die beim Grillplatz am Weg Boligvej beginnt, wurde extra so angelegt, dass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Sie ist ungefähr einen Kilometer lang. Auch die meisten anderen Park- und Rastplätze sind behindertengeeignet.
Wanderrouten
Im Gebiet gibt es 7 gekennzeichnete Wanderrouten.
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